Mit dem Projekt „Lebendig Nachbarschaft – Quartiersentwicklung im Süden“ bringt der Freundeskreis Flüchtlinge Stuttgart-Süd neben seinen ehrenamtlichen Helfern auch Vereine, Gewerbetreibende sowie soziale und kulturelle Institutionen mit den Flüchtlingen im Stadtteil zusammen und vernetzt so das ehrenamtliche und hauptamtliche Engagement über die Flüchtlingsunterkünfte hinaus.

Ziel des Projektes ist es, bei allen Beteiligten ein Bewusstsein für die Belange von Flüchtlingen zu unterstützen. Es sollen konkrete Angebote für deren Integration in das gesellschaftliche Leben im Viertel geschaffen werden – von Freizeitangeboten über Praktikums- und Arbeitsgelegenheiten bis hin zu unternehmerischem Handeln. Im Rahmen des Projektes wird auch die Selbstorganisation der BewohnerInnen der Flüchtlingsunterkunft gefördert, etwa durch die Gründung eines Bewohnerrates, Kursen für Streitschlichter und Deeskalationstrainings sowie Workshops für interkulturellen Austausch. Letztere werden im Rahmen des Projektes sowohl für Nachbarn und beteiligte Institutionen als auch für Flüchtlinge angeboten. Denn schließlich sind die alteingesessenen Stuttgarter für viele Neubürger deren Gewohnheiten und Alltag nicht weniger fremd, als dies umgekehrt der Fall sein kann.

Ein zentrales Anliegen ist es – wie der Titel des Projekts nahe legt – eine lebendige Nachbarschaft entstehen zu lassen. Dies geht nur mit Begegnung, Austausch und sich Kennenlernen. Der „Dialog Nachbarschaft“ wendet sich an die unmittelbaren Nachbarn der Flüchtlingsunterkunft. Eine erste Einladung zum Austausch von Eindrücken, Erfahrungen und auch Schwierigkeiten zunächst untereinander fand große und sehr positive Resonanz. All diese Aktivitäten werden in enger Abstimmung mit den Sozialberatungen der Flüchtlinge durchgeführt.

Wenn das Projekt bis Ende 2016 trotz aller Probleme einen lebendigen und alltäglichen Austausch zwischen Flüchtlingen, Nachbarn, Institutionen und Ehrenamtlichen im Stuttgarter Süden hervorgebracht hat, dann ist der Süden reicher, als er vor der Unterbringung der Flüchtlinge war.

Kontakt und Infos zum Projekt

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