Zur Eröffnung der Fotoausstellung „Unser Raum Naš prostor.
1173 km – und doch so nah
„ am 28. April 2019, Kirche St. Maria in der Tübinger Straße.

Die Rückkehrerfamilie Brkic nahm 2016 die Idee der Mütterzentren mit in ihre alte Heimat: Frauen aus dem Roma-Quartier trafen sich in ihren Privaträumen und redeten über Alltagsthemen  und Sorgen.

Daraus entstand die Hausaufgabenhilfe für einige Kinder der unteren Klassen, die in der Schule angeblich zu langsam waren. Sie sollten im kommenden Schuljahr nicht versetzt werden und das bedeutet in Serbien, dass sie als Roma einfach ausgegliedert werden und dabei keine Förderung erhalten. Der Erfolg des Engagements: Am Ende des Schuljahres konnten alle Kinder in ihrer Klasse bleiben. Die Frauen hatten die Stärke der Gruppe erlebt.

,Perspektiven und Entwicklung
Das, von Jelena Brkic gegründete, Mütterzentrum befindet sich derzeit in zwei kleinen gemieteten Räumen in einem Vorort von Belgrad. Es wurde im April 2017 während einer Delegationsreise der Baden-Württembergischen Landesregierung von Staatsrätin Gisela Erler, Vertretern der Kommune und einem Vertreter des zuständigen Ministeriums  symbolisch eingeweiht. Dies löste einen großen Schub für weitere Kooperationspartnerschaften und neue Ideen aus

Wie die Erfahrung zeigt, kann ein solcher Ort nur bestehen, wenn die Frauen eigene Räumlichkeiten besitzen. Die Gründungsfrauen haben ihre Organisation bewusst nicht Roma-Mütterzentrum genannt, da sie einen Ort der Begegnung für alle Frauen und Familien und alle Generationen aus dem Quartier schaffen wollen. So ist die Idee entstanden, dass das Mütterzentrum in Belgrad ein Kompetenzzentrum für weitere Mütterzentrumsinitiativen in ganz Serbien werden und damit Zivilgesellschaft fördern kann.

Ein Grundstück wird vom serbischen Staat zur Verfügung gestellt. Darauf will das internationale Netzwerk mine e.V. ein Mütterzentrum bauen und der Landesverband Deutscher Sinti und Roma einen Treff für Jugendliche sowie eine Beratungsstelle installieren.

Die Spendenaktion für den Bau des Zentrums beginnt mit der Auftaktveranstaltung in der Kirche St. Maria mit einer Ausstellung und Veranstaltungswoche:
Unser Raum Naš prostor
1173 km – und doch so nah

Am Sonntag, 28. April 2019 um  18 Uhr eröffnen wir  in – St. Maria als – eine Fotoausstellung  mit Fotos des Stuttgarter Fotografen Frederik Laux und Interviews mit Bewohner*innen einer Romasiedlung in Belgrad.

Wir freuen uns auf das Romeo Franz Ensemble, dessen Musikstil der Tradition von Django Reinhard nahe und dennoch eigenständig ist.
Außerdem wird Romeo Franz aus einem Buch mit Geschichten von Menschen mit Romno-Hintergrund lesen, das er zusammen mit Cornelia Wilß veröffentlicht hat.

Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Bürgerstiftung Stuttgart unterstützen die Veranstaltung und die Veranstaltungswoche.

Zu besichtigen ist die Ausstellung vom 28. April 2019 bis zum 12. Mai 2019 in der Kirche St.Maria, Tübinger Str. 36, 70178 Stuttgart, die Kirche ist tagsüber geöffnet. Die Initiatorin des Mütterzentrums in Belgrad berichtet auf Anfrage über die Entstehung der Fotos und ihr Projekt Mütterzentrum Aurora. Kontakt: andrea@andrealaux.de

Auf unserer Website stehen weitere Informationen und das Veranstaltungsprogramm für die Woche von 28. April – 5. Mai 2019: www.unserraum.com

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