Wenn es im Little Italy in der Liststraße 30 am Montag anders duftet als sonst, findet ein „Ein Teller Heimat“ statt. Die Inhaberin Claudia Reiss öffnet weiterhin in unregelmäßigen Abständen an ihrem Ruhetag das Restaurant mit dem Wohlfühlambiente, sodass verschiedene Menschen zusammensitzen, essen und miteinander ins Gespräch kommen.

Am 09. April war „Ein Teller Heimat Spezial“, bei dem zwei Frauen aus einem Theaterensemble gekocht haben. Hierbei handelt es sich um das Ensemble, welches zwei Mal im Monat das Stück „7 Minuten“ im Theaterhaus aufführt. Eine Besonderheit ist, dass sich die Theatergruppe aus elf Frauen aus zehn unterschiedlichen Herkunftsländern zusammensetzt. Zwei von ihnen taten sich zusammen und bekochten die 30 Gäste an diesem milden Abend im April. Magda Agudelo Moreno kochte gemeinsam mit Dahab Borke einen leckeren kolumbianischen Eintopf in zweierlei Varianten; einen mit Rindfleisch und eine vegetarische Variante mit mehr Gemüse und Champignons.  Als Beilage wurde Reis gereicht, was typisch für die kolumbianische Küche ist. Neben der Unterstützung bei diesem Hauptgericht, bereiteten Dahab und Magda einen erfrischenden Salat und einen köstlichen, veganen Nachtisch mit Früchten, Kokosmilch und Chiasamen zu.

Eine neue Idee, die in Zukunft fortgeführt werden soll, kam durch Dahab hinzu. Sie verteilte vor dem Nachtisch kleine Zettel an alle. Auf den bunten Zetteln standen Weisheiten und schöne Sprüche aus afrikanischen Ländern, die zu weiter führenden Gesprächen anregten.

Der nächste Termin der kulinarischen Veranstaltungsreihe ist für den Montag, dem 14. Mai vorgesehen. Das ist einen Tag vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Dann können sich erneut 30 Gäste zusammensetzen und genüsslich essen. Einen Teller Heimat gibt es beim nächsten Mal voraussichtlich aus der syrischen Küche.

Claudia Reiss von Little Italy und Daniel Link freuen sich über Anmeldungen, genauso wie über Vorschläge für Köche an weiteren Kochabende. Die Anmeldungen nehmen wir gerne ab dem 30. April entgegen.

Entweder direkt bei Claudia im Little Italy oder bei Daniel Link.

Organisiert wird „Ein Teller Heimat“ neuerdings vom Stadtteilprojekt „KUGEL – Kulturen gemeinsam leben“, das der Internationale Bund e.V. (IB) durchführt. Die Organisation der Kochabende erfolgt in enger Absprache mit dem Freundeskreis, dem OneWorldChor und Claudia. Insofern bleibt alles beim Alten und der tollen Konzeption, welche zuvor Georg und Julius betreut haben:

Gekocht wird jedes Mal ein anderes Gericht. Zwei bis drei Köche oder Köchinnen bereiten ein Gericht aus ihrer ursprünglichen Heimat zu. Der Einkauf erfolgt in Absprache mit Daniel Link und Rami Alrjoula, einem jungen Mann der aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. Die Gäste, welche sich im Vorfeld anmelden müssen, zahlen per Spende so viel sie möchten und können. Und auch über Hilfe beim Aufräumen und Abwaschen freuen wir uns, denn gemeinsam geht es schneller.

Vielen Dank an alle für den tollen Abend und die entspannte Atmosphäre. Wir freuen uns auf den 14. Mai.

Daniel Link

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