Am zweiten Abend der Veranstaltungsreihe „Ein Teller Heimat“ hat unser Küchenteam arabische Kreationen serviert.

Das Team bestand aus Riad, einem Iraker, und Lutfe, der in Syrien aufgewachsen ist. Bei der ersten Veranstaltung war Riad leider gesundheitsbedingt verhindert. Da er deshalb beim ersten Event nicht kochen konnte, hat er uns letztes Jahr noch im kleinen Kreis in der Flüchtlingsunterkunft einen Vorgeschmack gegeben und uns voll und ganz begeistert. Spontan hat er uns einen irakischen Hühnchen Eintopf mit Reis und Salat serviert.

Dieses Mal stand bei dem Einkaufen noch eine kleine Diskussion bezüglich der Gerichte an. Riad wollte in irakischer Tradition einen Schafskopf zubereiten, doch wir haben uns dann vor der Fleischtheke eines kleinen arabischen Supermarkts doch für den Lammschenkel entschieden und die Köpfe da gelassen – das wäre vielleicht doch ein wenig zu exotisch gewesen. Nach weiteren Halten in einem indischen und einem zweiten arabischen Supermarkt waren alle Zutaten, inklusive speziellen Gewürzen, beisammen.

Damit kommen wir zum Abend des eigentlichen Events. Dieses Mal war ein guter Teil des Essens bereits zubereitet und wir konnten es fertig an der Flüchtlingsunterkunft abholen. Denn die als Vorspeise zubereiteten Weinblätter mit Fleisch- oder Gemüsefüllung müssen lange eingelegt werden. Auch der Lammschenkel wurde schon seit Vormittag im Ofen gegart. Also alles in die Autos geladen und rüber zum Restaurant Little Italy. Hier stand jetzt noch an die Beilagen zuzubereiten, alles warm zu halten und das Lammfleisch herzurichten.

Bei den Teilnehmer wurde drauf geachtet, dass wir zum großen Teil Leute einladen, die beim ersten Event noch nicht dabei waren, um vor allem allen Flüchtlingen im Wohnheim die Chance zu bieten zu kochen oder mit zu essen.

Das Essen von Riad und Lufte ist bei den Teilnehmern hervorragend angekommen, Sie haben sehr viel Lob für ihre Kreationen erhalten. Zugegeben: Riad hat in Irak auch schon zeitweise als Koch gearbeitet. Außerdem hat sich auch noch kleine Prominenz zu den Teilnehmern gemischt. Während des Abends hat sich rausgestellt, dass einer der Flüchtlinge, mit durchaus sehr durchtrainierter Figur, 2008 für das Ju-Jutsu Olympia Team von Syrien in Peking angetreten ist. Immer wieder faszinierend, was für Geschichten die Teilnehmer zu erzählen haben!

Bei Anmeldungen für einen unserer Abende, Anregungen, Kommentare usw. kontaktiert uns gerne unter julius-niehaus@t-online.de. Wir freuen uns auch immer über Freiwillige, die gerne beim Kochen mithelfen möchten.

Julius Niehaus und Georg Ulrich

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