All das, all diese Dinge – all das…

…was wir sehen, hören, riechen, fühlen konnten am Sonntag beim Willkommensfest im Alten Feuerwehrhaus mit und für die Flüchtlinge im Stuttgarter Süden, tut gut, macht Spaß, macht Hoffnung, gibt Perspektive, schafft friedliches Zusammenleben.

Eine Freude, soviel Engagement zu erleben am Küchenbüffet, beim Essen bereiten, auf der Bühne ebenso wie in der Spühlküche oder der Kinderbetreuung, am Mischpult wie am Mikro.

Und wunderbar der Chor. Kinder, Jugendliche, Erwachsene aus der Böblingerstr. und viele aus dem Freundeskreis zusammen mit dem Freien Chor Stuttgart – singen „we are the world“ und machen Gänsehaut bei rund 400 Menschen, die gekommen sind um zu zeigen – all das, all diese Dinge all das – ist ein guter Weg für den Stuttgarter Süden.

Diese Zeilen von unser Freundeskreis-Freundin und Bezirksbeirätin Christa Niemeier – inspiriert von dem Stuttgarter Wortkünstler Timo Brunke, der auf dem Fest einen Text mit eben diesem Titel vortrug – erreichten mich heute früh. Sie geben den Spirit des Willkommensfestes perfekt wieder.

Die Helfer aus dem Freundeskreis und unter den Flüchtlingen aus der Böblinger Straße hatten tagelang gearbeitet, gekocht, geprobt, übersetzt, organisiert, und gezittert. Kommt das Fest überhaupt bei den Leuten an? Kommen die Leute überhaupt? Wer soll die gefühlten Tonnen an Spezialitäten aus Eritrea, Nigeria, Bosnien, Albanien, dem Irak und vielen anderen Ländern (übrigens auch aus dem Ländle – vom stadtteilbekannten Allgäuer Kässpätzlesspezialisten „Heusteighobel„) alle essen? Wer tut sich ein Fest an, bei dem es viele Stunden Programm gibt, das nicht immer ganz leicht verdaulich ist? Wer hört sich die bittere Wahrheit an, unter welchen Umständen viele unserer Gäste nach Europa, nach Deutschland gekommen sind? „All das, all diese Dinge, all das“ – besuchten so viele Menschen, wie auf dem Bild oben zu sehen sind – und noch viele viele mehr, die gerade im Foyer des alten Feuerwehrhauses waren. Oder mit den Kindern aus der Nachbarschaft und aus dem Flüchtlingsheim in der Empore gebastelt haben.

Oder zu diesem Zeitpunkt gerade auf der Bühne standen. Denn der Anblick oben bot sich  dem Chor der Lieder „Nesamame“ und „We are the world“ von der Bühne aus. Wer ein solch buntes, begeistertes Publikum aus allen Kontinenten vor sich hat, der kann nur losschmettern.

Vielen Dank allen, die dabei waren. Mehr Eindrücke folgen demnächst.

Das Essen war am Ende ratzeputz aufgegessen – bis auf ein paar regionale Kässpätzle, an denen sich dann auch die Abbauhelfer noch stärken konnten.

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